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Ziele der Gesellschaft

Die Ziele der Gesellschaft bestehen zum Einen in der Förderung der Forschungskooperation zwischen Deutschland und Taiwan, zum anderen in der Politikberatung, wobei hier das taiwanische Landwirtschaftsministerium den größten Bedarf anmeldet. Im Hinblick auf die Forschungskooperation setzt sich die Gesellschaft für die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte zwischen deutschen und taiwanischen Forschern ein. Dies beinhaltet sowohl die Durchführung gemeinsamer wissenschaftlicher Untersuchungen zwischen deutschen und taiwanischen Lehrstühlen, aber auch den Doktoranden- und Studentenaustausch. Ebenfalls fördert die Gesellschaft die Durchführung von Fachexkursionen für Studentengruppen in das jeweilige Partnerland.

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Der Hauptberatungsbedarf wird von dem taiwanischen Landwirtschaftsministerium formuliert. Jedes Jahr werden mehrere aktuelle Themen ausgeschrieben, auf die sich taiwanische Professoren bewerben können. Die Themen betreffen primär die Erarbeitung der  deutschen bzw. europäischen Erfahrungen zu aktuellen Problemen der landwirtschaftlichen und ländlichen Entwicklung Taiwans. Daher wird zu jedem Thema immer ein deutscher Kooperationspartner ermittelt. Auf den jährlichen Mitgliederversammlungen werden die Themen eventuell spezifiziert und die Bearbeiter ausgewählt. Die Bearbeitungsdauer liegt bei ca. 10 - 12 Monaten; einem Zeitraum, der als zu kurz anzusehen ist, um Forschungsprobleme detailliert bearbeiten zu können. Allerdings bietet diese Art von eher kurzfristigen Forschungen häufig die Basis, längerfristig orientierte Forschungskooperationen einzugehen.

In der Vergangenheit wurden auch andere Organisationen und Institutionen des Landes zu Fragen der Vermarktung von Agrarprodukten, des landwirtschaftlichen Organisationswesens oder des ländlichen Finanzwesens beraten. In der Regel ist dies in Form eines Berichtes dokumentiert.

Zu allen Forschungsarbeiten werden Berichte in der Regel sowohl in englischer als auch in chinesischer Sprache verfasst. Im Hinblick auf die wissenschaftliche Kooperation können diese Berichte aber nicht das endgültige Ziel sein, vielmehr liegt dies in der Erstellung von gemeinsamen Artikeln in renommierten Fachzeitschriften. Sowohl taiwanische als auch deutsche Forscher werden zum großen Teil daran gemessen, wie häufig sie in renommierten Fachzeitschriften publizieren.

Aufgaben der Gesellschaft

Bedingt durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung Taiwans und der damit einhergehenden Änderung der Stellung der Landwirtschaft in Wirtschaft und Gesellschaft hat sich die Ausrichtung des Arbeitsprogramms der Gesellschaft immer wieder gewandelt. Taiwan hat sich im Laufe der letzten vier Jahrzehnte von einem Agrarland zu einem Industrieland entwickelt. Die Aufnahme in die WTO im Jahre 2002 bestätigt dies nachdrücklich. Die damit verbundenen Wirkungen auf die Landwirtschaft und Umwelt verlangen nach sorgfältigen wissenschaftlichen Analysen als Entscheidungshilfe für die Politikgestaltung. Nachdem Deutschland, auch als Mitglied der EU aufgrund vergleichbarer struktureller Veränderungen in verschiedenen Sektoren über entsprechende Erfahrungen verfügt, wird in der konkreten Zusammenarbeit immer wieder versucht, diese Erfahrungen im Sinne von Lernprozessen für die Ausrichtung von Politikkonzeptionen in Taiwan zu nutzen.

Die deutsch-taiwanische Zusammenarbeit kommt in einem regelmäßigen und intensiven Austausch von Dozenten, Doktoranden sowie Studenten in fortgeschrittenen Semestern, der Betreuung von taiwanischen Besucherdelegationen und in der gemeinsamen Durchführung von Seminaren zum Ausdruck, die sich fachlich primär mit den Themen Landwirtschaft, Umwelt, ländliche Entwicklung und ländliche Strukturplanung befassen. Diese Aktivitäten werden von der Gesellschaft in der Regel selbst organisiert bzw. unterstützt.

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Im Zusammenhang mit der Vorbereitung von Besuchsprogrammen für Gäste aus Taiwan werden pro Jahr für ca. 5-8 Delegationen kurz- und längerfristige Aufenthalte in Deutschland vorbereitet und durchgeführt. Ziel dieser Besuche ist im Wesentlichen die Aufnahme fachlicher und persönlicher Kontakte mit deutschen Organisationen und Experten, die Sammlung von Datenmaterial und Hintergrundsinformationen sowie der Erfahrungsaustausch. Im Vordergrund stehen dabei Themen, wie z.B. im Bereich der Marktentwicklung, der EU Agrar- und Außenhandelspolitik, der Bedeutung von Genossenschaften in der Land- und Ernährungswirtschaft oder Fragen der Landschaftsplanung in einem dicht besiedelten Kulturland. Die taiwanischen Besucher nutzen die Gelegenheit, aus den deutschen Erfahrungen zu lernen und die gewonnenen Erkenntnisse, soweit diese übertragbar sind, in Taiwan anzuwenden. Die bisher betreuten Delegationen kamen vor allem von den folgenden Organisationen:

      •   Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen
      •   Academia Sinica
      •   Landwirtschaftsministerium
      •   Genossenschafts- und Bauernverbände, sowie
      •   landwirtschaftliche Produktions-, Absatz- und Kreditgenossenschaften.

Im Bereich der gemeinsamen Forschung befasst sich die Zusammenarbeit mit einem breiten Spektrum an Einzelthemen, die sich in den folgenden Themenbereichen zusammenfassen lassen.


1. Bodenpolitik

Im Vordergrund der Untersuchungen stehen Fragen der Flächennutzung, insbesondere im Bereich der Planung, der Bodenordnung und des Bodentransfers im Hinblick auf die Entwicklung der Agrarstruktur.
 

2. Konsequenzen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für den ländlichen Raum

Die beteiligten Forschergruppen auf deutscher und taiwanischer Seite befassen sich primär mit den Auswirkungen regionaler Industrialisierungsprogramme in dicht besiedelten Räumen auf die Landwirtschaft sowie mit Konzeptionen einer Agrarsozialpolitik bei einer schrumpfenden und alternden landwirtschaftlichen Bevölkerung.
 

3. Binnen- und Außenhandel sowie Marketing im Agrarbereich

Als Entscheidungshilfe für das Landwirtschaftsministerium in Taipeh wurden z.B. die Anwendbarkeit von Marketing Boards auf ausgewählten Agrarmärkten oder die Einflüsse des Wirtschaftswachstums auf das Konsum- bzw. Ernährungsverhalten im Hinblick auf Veränderungen der Vermarktungsstrukturen untersucht. Für die Außenhandelsförderung wurden Marketingstrategien auf wichtigen Produktmärkten entwickelt.
 

4. Agrarpolitik

Vor dem Hintergrund der vollzogenen Aufnahme Taiwans in die Welthandelsorganisation (WTO) wurden Anpassungsmaßnahmen im Bereich der Agrarpreis- und Außenhandelspolitik behandelt. In der letzten Zeit geht es auch um die Erhöhung der Nahrungsmittelstandards sowie der Nahrungsmittelsicherheit und deren Auswirkungen auf die Agrarproduktion und den internationalen Agrarhandel Taiwans.
 

5. Landwirtschaft und Umwelt

Angesichts erheblicher Umweltbelastungen durch intensive Flächennutzung und Veredelungswirtschaft werden im Hinblick auf die deutschen Erfahrungen die Einführung umweltverträglicher Produktionsverfahren geprüft.
 

6. Ernährungssicherheit

Insbesondere die geopolitische Unsicherheit und Risiken in der Versorgungssicherheit verlangen Entscheidungen im Bezug auf den Selbstversorgungsgrad bzw. eine strategische Vorratshaltung, die durch Forschungsarbeiten analysiert wurden.
 

7. Landschaftsplanung

Bedingt durch die hohe Bevölkerungskonzentration auf etwa einem Drittel des Landes sowie der Konzentration der industriellen Anlagen auf diese Regionen sind hohe Umweltschäden und eine Zersiedlung der Landschaft zu beobachten. Im Rahmen von gemeinsamen Untersuchungen werden die deutschen Erfahrungen im Hinblick auf Landschafts- und Flächennutzungsplanungen analysiert und eine mögliche Umsetzung in Taiwan diskutiert.
 

8. Ländliches Bauwesen und Siedlungsgestaltung

Hier geht es primär um die Frage, wie ländliches Wohnen als Folge der hohen Besiedlungsdichte in einem Drittel des Landes und einer relativ niedrigen in den beiden anderen, im Zuge der schnellen Modernisierung der Gesellschaft und Wirtschaft sowie der stetigen Ausbreitung neuer Kommunikationsmittel in der Zukunft gestaltet werden soll. Die Analyse der Erfahrungen in Deutschland und Europa können hierzu Beiträge leisten.

Je nach Bedarf und Interesse können weitere Themenbereiche bearbeitet werden. Zur Überprüfung der Ergebnisse der Zusammenarbeit findet jedes Jahr, alternierend in Bonn und Taipeh, eine Mitgliederversammlung (Joint Board Meeting) statt, in der auch über die Aufnahme neuer gemeinsamer Forschungsvorhaben entschieden wird. Bisher haben von 1980 - 2004 22 dieser Board Meetings stattgefunden, die jeweils neben der wissenschaftlichen Diskussion auch eine Fachexkursion umfassen. Diese Exkursionen befassen sich mit Fragen der Agrarproduktion und -verarbeitung, des Agrarhandels sowie der Landschaftsplanung und Dorferneuerungsprogramme, aber auch der Agrarverwaltung und agrarsozialen Sicherungssysteme.

Die bisherige Partnerschaft, die nun seit 40 Jahren von deutscher und taiwanischer Seite intensiv gepflegt wird, hat zu sehr engen wissenschaftlichen Kontakten und zu fruchtbaren persönlichen Beziehungen geführt. In den ersten Jahren lagen die Kontakte primär bei dem Landwirtschaftsministerium, der National Taiwan University in Taipeh sowie der National Chung Hsing University in Taichung. Im Zuge auch der thematischen Ausweitung der bearbeiteten Forschungsfragen wurden im Laufe der letzten Jahre intensive Kontakte mit weiteren Universitäten des Landes aufgebaut, wie z.B. der National Tsing Hua University in Hsin-Chu, der National Ilan University in Ilan, der National Pingtung University of Science and Technology in Pingtung, der National Dong Hwa University in Hualien.

Auf deutscher Seite besteht eine sehr enge Anbindung an das Institut für Agrarpolitik, Marktforschung und Wirtschaftssoziologie der Universität Bonn. In den letzten Jahren sind jedoch sowohl weitere Institute der Bonner Universität, als auch Forscher von anderen Universitäten in die gemeinsamen Forschungsprojekte mit einbezogen worden, wie z.B. von der Universität Rostock, der Universität Kassel oder der Humboldt Universität in Berlin.

Neben der Bearbeitung gemeinsamer Forschungsfragen hat die politische Beratung primär des Landwirtschaftsministeriums in Taipeh, aber auch des Wirtschaftsministeriums eine große Rolle bei den Tätigkeiten der Gesellschaft gespielt. So wurden einige gemeinsame Forschungsprojekte zu Fragen der außenwirtschaftlichen Beziehungen und der Wirtschaftskooperation zwischen Taiwan und Deutschland bzw. Europa durchgeführt, um den Prozess der Entscheidungsfindung zu erleichtern. In den letzten Jahren sind neben Fragen einer Förderung des Agrarhandels, Problem der ländlichen Entwicklung, des Umweltschutzes, Landschaftsplanung, der Nahrungsmittelsicherheit und des Verbraucherschutzes behandelt worden.

Alle diese gemeinsamen Projekte im Rahmen der Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft für Sozialökonomie e.V. sind Beispiele für eine Ausweitung du Intensivierung der Beziehungen zu Taiwan.

Geschichte der Gesellschaft

Die Gesellschaft kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits zu Beginn der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts stattete der damalige Direktor des Institutes für Agrarpolitik, Marktforschung und Wirtschaftssoziologie der Universität Bonn, Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Niehaus, der Republik China (Taiwan) mehrere Besuche ab.

In Gesprächen mit Vertretern verschiedener Regierungsstellen und Banken bot Prof. Niehaus seine Unterstützung bei der Lösung von Problemen im Export taiwanischer Produkte auf den europäischen und vor allem auf dem deutschen Markt an. Zur damaligen Zeit bestand der Außenhandel Taiwans im Wesentlichen in der Ausfuhr von Agrarprodukten, wobei der Export von Champignons und Spargel dominierte. Das Interesse der Partner in Taiwan bezog sich dabei auf eine Verbesserung der Markttransparenz auf dem deutschen Absatzmarkt durch Marktforschung und den Abbau von Importabgaben.

Anlässlich eines Gegenbesuches der taiwanischen Partner im Jahre 1966 in Bonn wurde von deutscher Seite vorgeschlagen, die Zusammenarbeit zu institutionalisieren und die gemeinsamen Aufgaben auf eine Deutsch-Chinesische Gesellschaft zu übertragen. Dieser Gedanke wurde von taiwanischer Seite uneingeschränkt akzeptiert, so dass bereits zum 31. Oktober 1967 die Gründungsversammlung in Bonn einberufen wurde und daraufhin die Registrierung der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Sozialökonomie als eingetragener und gemeinnütziger Verein nach deutschem Recht in Bonn erfolgte. Bedingt durch die sich geänderten politischen Rahmenbedingungen hat sich der Verein am 28. Januar 2005 in Deutsch-Taiwanische Gesellschaft für Sozialökonomie e.V. umbenannt.

Die deutschen und taiwanischen Gründungsmitglieder waren:

      •  Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Niehaus, Bonn
      •  Prof. Dr. Otto Strecker, Bonn
      •  Prof. Dr. Franz Gerl, Bonn
      •  Dr. Josef Linscheid, Bonn
      •  Dr. Tao-ju Ying, Bonn
      •  Prof. Tseng Hsiao, Präsident der Landbank von Taiwan, Taipeh
      •  Prof. S.Y. Dao, Generalsekretär des Council for International Economic
      •  Co-operation and Development, Taipeh
      •  Dr. Y.S. Tsiang, Director der Joint Comminssion on Rural Reconstruction, Taipeh

Der Verein umfasst deutsche und taiwanische Mitglieder. Die meisten arbeiten entweder in der Wissenschaft oder in der Verwaltung. Entsprechend der Satzung liegt der Vereinsvorsitz auf der deutschen Seite. So wurde Prof. Niehaus zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ebenso wird die Geschäftsordnung von der deutschen Seite wahrgenommen. Aufgrund der räumlichen Entfernung finden die Mitgliederversammlungen getrennt in den jeweiligen Ländern statt, d.h. für die deutschen in Bonn und die taiwanischen in Taipeh. Allerdings müssen die jeweiligen Beschlüsse von der Partnerversammlung bestätigt werden, um volle Gültigkeit zu erlangen. In jedem Jahr wird jedoch eine gemeinsame Mitgliederversammlung einberufen, die im Zusammenhang mit einer wissenschaftlichen Tagung alternierend in Bonn bzw. in Taipeh abgehalten wird.

Die Aufwendungen für die Geschäftsführung des Vereines werden gemeinsam aus deutschen und taiwanischen Mittelzuweisungen finanziert. Die Regierung Taiwans hat sich bereit erklärt, eine längerfristige, jährlich auszuzahlende Zuwendung zur Verfügung zu stellen.
Inhaltlich befasste sich die Gesellschaft zunächst mit der Erstellung von Berichten zur Entwicklung des Außenhandels im Agrarbereich und behandelte darüber hinaus spezielle Aspekte, die für Taiwan zu jener Zeit von besonderem Interesse waren. Schwerpunktmäßig umfasste dies folgende Themenkomplexe:

      •  Beobachtung der mit Taiwan konkurrierenden Länder bei den wichtigsten
      •  Agrarprodukten,
      •  Analysen von Preisbewegungen auf den relevanten Produktmärkten, und
      •  Untersuchungen zu den Veränderungen von Konsumpräferenzen in
      •  Deutschland im Hinblick auf das taiwanische Produktsortiment.

In Ergänzung hierzu wurde die Ausgestaltung der sich stetig vertiefenden EU-Agrarpolitik analysiert. Diese wurde besonders im Hinblick auf die außenhandelspolitischen Maßnahmen dokumentiert, und die taiwanische Regierungsstellen entsprechend darüber informiert.

Nach dieser ersten Phase der Zusammenarbeit entwickelten die taiwanischen Partner Ende der 70er Jahre neue Initiativen zur Intensivierung der Kooperation auf langfristiger Sicht. Damit verbunden waren zunächst auf taiwanischer Seite personelle Veränderungen in der Gesellschaft und - nach dem Tod von Prof. Niehaus (1977) - auch auf der deutschen. Die neue Form der Kooperation kam in den folgenden Zielsetzungen zum Ausdruck:

      •  Durchführung gemeinsamer (bilateraler) Forschungsprojekte auf dem Gebiet
      •  der Landwirtschaft und Umwelt,
      •  Förderung des gegenseitigen Austausches von Dozenten und Doktoranden,
      •  Betreuung von Delegationen von Wissenschaftlern und Verwaltungsbeamten
      •  aus Taiwan, die in kurzfristigen Besuchen spezifische Themen aufgreifen,
      •  Erstellung von Jahresberichten über die Ergebnisse des jährlichen
      •  Arbeitsprogramms der Gesellschaft und von Sonderberichten zu speziellen
      •  Sachverhalten auf Anfrage,
      •  Organisation und Durchführung einer gemeinsamen Mitgliederversammlung
      •  der taiwanischen und deutschen Partner jährlich alternierend in Taipeh
      •  und Bonn, und
      •  Finanzierung der jährlichen Programme aus finanziellen Zuwendungen der
      •  Regierung Taiwans im Rahmen fünfjähriger (später dann vierjähriger)
      •  Kooperationsabkommen.

Zu Beginn der 80er Jahre standen Untersuchungen zu Fragen des Wandels der Agrarverfassung, der Agrarproduktion, der agrarischen Haushaltsbeziehungen im Zuge der rapiden Industrialisierung des Landes im Vordergrund. Schnell kamen Analysen zu dem sich wandelnden Verbraucherverhalten und zu Fragen des Umweltschutzes hinzu. In den letzten Jahren hat sich die Themenvielfalt erheblich erweitert. Neben den "klassischen" Fragen der Agrarentwicklung, Verbraucherverhaltens und Umweltschutzbestimmungen werden nun Fragen der ländlichen Entwicklung im Zuge eines schrumpfendes landwirtschaftlichen Sektors, Flächennutzungs- und Landschaftsplanung, Dorferneuerung, des Verbraucherschutzes, der Nahrungsmittelsicherheit und -schutzes, sowie der Auswirkungen des WTO-Beitritts Taiwans auf Agrarproduktion und Agrarhandel stärker betont.

Zu Beginn der Kooperationen standen die gemeinsame Arbeiten mit verschiedenen staatlichen Behörden, insbesondere dem Landwirtschaftsministerium, im Vordergrund. Im Zuge der verstärkten Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte wurden nun weitere Partner der verschiedenen Universitäten des Landes in die Partnerschaft mit einbezogen. Zunächst wurde primär mit Vertretern der National Chung-Hsing Universität in Taichung und etwas später der National Taiwan University in Taipeh wissenschaftlich zusammengearbeitet. In den folgenden Jahren wurde dieser Kreis erheblich erweitert, u.a. mit der National Cheng Chi University, der National Pingtung University of Science and Technology, der Soochow University sowie dem National Ilan University.

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